Aktuelles
Frisurenmode Herbst/Winter 2011/2012:
Triple-Chic: starke Schnitte, starke Farben, starke Stylings
Aufregend anders sind die neuen Looks des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks (ZV). Mit kunstvollen Techniken schaffen die Modemacher ebenso wunderbare wie wandelbare Frisuren.
Nur selten werden Träume von der Realität eingeholt. In diesem Fall schon: Die neuen Looks sind traumhaft schön und sehr real. Dafür setzt die Trendkollektion Herbst/Winter 2011/2012 den Fokus auf Frisuren, die sich ungeahnt wandelbar und dadurch immer wieder überraschend neu zeigen. Ihr Geheimnis liegt in raffinierten Schnitt- und Stylingtechniken: Zu den wichtigsten gehören der Undercut und das Overlapping. Gekonnte Undercuts sorgen für üppige Texturen und damit für Volumen und Lebendigkeit. Beim Overlapping entstehen überlappende Konturen, die zwar starke Längenunterschiede aufweisen, aber dennoch organisch ineinander überfließen. Im virtuosen Zusammenspiel sorgen die beiden Techniken für volle, harmonische Texturen, bei denen unterschiedliche Längen kunstvoll ausbalanciert und ins rechte Licht gerückt werden.
Bei Haarlänge, Style und Farbe gilt die Maxime: Anything goes! Erlaubt ist, was gefällt und die eigene Persönlichkeit unterstreicht. Dabei darf ausdrücklich experimentiert werden, denn die Haarmode ist eine Insigne unseres modischen Selbstverständnisses - und damit stets ein persönliches Statement. Funktionalität und Pragmatik sind nicht mehr oder nur noch am Rande ausschlaggebend; ein Look muss heute individuell, einzigartig und authentisch sein. Und er muss in allen Lebenslagen bestehen können, weshalb Wandelbarkeit das Gebot der Stunde ist. Ob glamourös oder rockig, mädchenhaft oder ultrafeminin, smart oder ungezähmt männlich: Alles ist möglich! Der Look ist nicht länger ein Fixum, sondern eine Variable, mit der wir spielen, um so alle Facetten unserer Persönlichkeit auszuleben.
Individualität ist die Basis für eine unverwechselbare Ästhetik - eines der Leitmotive der ZV-Kollektionen. Frisuren sind keine Massenware, sondern typgerecht gestaltete und handgefertigte Einzelstücke. Deren hochwertige Qualität ist das Resultat aus Kreativität und Perfektion. Ein bisschen Luxus muss doch sein. Man gönnt sich ja sonst nichts.
PRINZESSIN EISENHERZ
Der neue Short-Cut spielt geschickt mit Kontrasten und wirkt dadurch überraschend innovativ. So wird die formale Strenge des kurzen Ponys durch einen weichen Undercut und strukturiertes Deckhaar in Fransenoptik kunstvoll gebrochen. Insgesamt ergibt das einen hochmodernen, coolen Look mit verspielten Akzenten. Wichtig: Eine gleichmäßige Farbe, die die lebendige Textur betont. Am schönsten ist hier ein klassisches Platinblond, das für den extra-kühlen Effekt noch mal mit einer Tönung behandelt wird. Ultraglamourös! Mit Matt-Produkten aufgestellt und in alle Richtungen gestylt, entsteht ein unorthodoxer, rockiger Look. Dabei werden die Seiten eng am Kopf frisiert, um dem Gesicht Tiefe zu geben.
UNAUFGEREGTE RAFFINESSE
Wer sagt denn, dass es immer spektakulär sein muss? Manchmal liegt die Kunst im Leisen. So wie bei dieser Variante eines lässig zurückfrisierten Short-Cuts: Die Fülle am Oberkopf sorgt von allein für Glamour. Das Haar wird einfach mit den Fingern nach hinten geföhnt, entsprechende Stylingprodukte geben den nötigen Stand. Ausgangspunkt ist ein gesofteter Stufenschnitt mit sehr weich gearbeiteten Spitzen. Leicht akzentuierte Kammsträhnen in hellem Rot-Braun bringen tolle Reflexe ins satte Brünett. Seine Wandlungsfähigkeit basiert auf den gleichmäßigen Stufungen und der insgesamt fedrigen Struktur. Raffiniert: Eben noch abendtauglich, jetzt so mädchenhaft und natürlich wie einst Meg Ryan: Dafür sorgen die fransige Textur und konsequent nach außen gestylte Haarspitzen.
PURE ELEGANZ
Schneewittchen wäre grün vor Neid, hätte sie diesen Look gekannt. Denn ebenholzfarbenes Haar muss nicht zwangsläufig megalang sein, um seinen Zauber zu entfalten. Der graduierte Bob mit insgesamt lang gehaltenem Deckhaar bietet ausreichend Fläche, um Tiefe und Glanz von dunklem Haar perfekt auszuloten. Der Kopf wird sanft durchgestuft, wobei die Spitzen nicht kompakt, sondern ebenfalls soft geschnitten und modelliert werden. Mit tiefem Seitenscheitel und seitlich über die Stirn fallendem Deckhaar verströmt der Look pure Eleganz. Eine märchenhafte Optik, die bestimmt auch Stiefmütter mögen. Stylingvariante: Locken in effektvoller Nass-Optik strahlen Extra-Glow aus. Dafür werden die Haare erst mit Haarlack behandelt und dann über das Lockeneisen gezogen.
FEMININE POWER
Formschön, dynamisch und megaweiblich. Basis dieses innovativen Langhaar-Looks sind überlappende Konturen mit starken Längenunterschieden, die ineinander überfließen. Die Grundlänge bleibt im durchgestuften Haar kompakt, das Deckhaar wird im Inneren strukturiert. Das Ergebnis ist eine schmale Silhouette, die durch Volumen am Oberkopf subtil aufgebrochen wird. Eine luxuriöse Note verleiht die Farbe: Ein warmer Braunton, der durch rot-goldene Reflexe zum Strahlen gebracht wird. Dezent, aber mit Wow-Effekt! Für einen Look, der Power und Feminität ausstrahlt - und somit auch businesstauglich ist. Abends darf es etwas mondäner sein. Mit Föhn und Stylingprodukten wird kräftig Volumen eingearbeitet. Der Clou besteht in asymmetrisch verlaufenden Spitzen: Am Oberkopf nach außen gestylt, sind sie in den Längen nach innen frisiert.
Die neuen Make ups - SÜNDHAFT SCHÖN
Dramatisch, geheimnisvoll und höchst verführerisch: Die Make-up Looks für die Herbst-Wintersaison 2011/2012 legen den Fokus auf die Augenpartien und zeigen einmal mehr, wie man mit unterschiedlichen Techniken und Farbschattierungen den Typ komplett verändern kann.
Kühles Violett ist dabei eine der Trendfarben. Komplett über das bewegliche Lid, am unteren Augenrand sowie am inneren Teil des Oberlids bis zu den Brauen aufgetragen, sorgt es für betörende Smokey Eyes (E1). Ein heller Punkt in der Mitte des beweglichen Lids und Highlighter unter den Brauen bewirken eine optische Öffnung des Auges und verhindert, dass der Look zu „schwer" wirkt. Schwarzer Kajal im unteren Lid sowie Wimpernbänder verstärken den expressiven Appeal. Dabei bleiben die in sanften Pfirsichtönen gehaltenen Wangen und Lippen bewusst dezent. Für den Abend-Look (E2) ließen sich Make-up Artisten vom US-Tanz-Thriller „Black Swan" inspirieren: Hier dominieren schwarz gestylte Augen, wobei die Nuancierung nach außen verstärkt wird und so extra dramatisch wirkt. Dazu darf der Mund in sattem, glänzendem Kirschrot auftrumpfen, während der Teint hell und matt gehalten wird. Wichtig: Die Brauen werden nur minimal betont, um den Augen nicht die Schau zu stehlen. Abends noch Hollywood, morgens schon wieder Natural Beauty. Der dritte Make up-Trend (E3) beweist, dass Bronzetöne auch im Winter funktionieren. Clean und natürlich gehalten bleiben dabei Augen, Wangen und Lippen in einer Farbfamilie, die von warmem Kupfergold über Apricot-Braun bis hin zu Haselnuss-Bronze reicht.
ROCKING DANDY
Brave und angepasste Looks? Muss nicht sein. Die neue Generation von Männer-Styles gibt sich unkonventionell und zollt dem Zeitgeist Tribut. Dabei überraschen sie mit vollen Texturen; so wie bei diesem smarten Cut, der Anleihen beim Stil der Ska-Ära nimmt. Im Fokus: langes, leicht strukturiertes Deckhaar mit einer ebenso langen Ponypartie, die lässig über eine Stirnseite fällt. Dazu ein tiefes, kühles Mokkabraun. Zwar bleiben Nacken und Seiten klassisch kurz, doch die großzügig gehaltenen Konturen ermöglichen zahlreiche Styling-Experimente. Bei der rockigen Variante mit aufgestelltem, lässig zurückfrisiertem Deckhaar wird das ganze Potenzial des Cuts deutlich. Eben noch im dandyesken Ska-Look gibt man(n) sich mit angedeuteter Tolle jetzt als moderne Interpretation des Sixties' Hero.
UNGEZÄHMTE LÄSSIGKEIT
Dieser ungezähmt anmutende Männerlook bringt den Trend der Saison auf den Punkt: Auf zwei Ebenen geschnitten, sorgen ein leichter Undercut und stark strukturierte, überlappende Konturen für eine volle und sinnliche Textur. Die Haare am Vorderkopf sind länger gehalten und laufen in einem asymmetrischen, sichelförmig geschnittenen Pony aus. Komplexe Technik für ein Statement ultimativer Lässigkeit. Betont wird das Ganze zusätzlich durch feine Sonnenreflexe, die per Free-Hand Technik eingearbeitet werden. Für einen Look, der wild und romantisch zugleich erscheint. Stylingvarianten: Ob extra-strähnig ins Gesicht oder windschnittig zur Seite frisiert - die neuen Männerlooks geben sich unkonventionell. Entsprechende Styling-Produkte sorgen für Halt und den nötigen Pflege-Effekt.
SOFTER ALLESKÖNNER
Wandelbarkeit ist kein Vorrecht der Frauen. Auch Männer setzen zunehmend auf Hair-Cuts, die flexible Stylings ermöglichen. Voraussetzung dafür ist eine gewisse Grundlänge und eine dynamische Textur, die „lebendiges Haar" garantiert. So wie beim Hairflip à la Justin Bieber. Hier bleibt das Deckhaar relativ lang, die Konturen werden sorgfältig unterschnitten und gepointet. Sanfte Highlights sorgen für Tiefe und Glanz. Die Haare extrem in die Stirn frisiert und in unterschiedliche Richtungen „gewischt" entsteht ein erfrischend legerer Männerlook.- mit dem Zeug zum Frisuren-Klassiker. Die Variante mit Scheitel und glatt frisierten Längen wirkt soft und strahlt einen Hauch maskuliner Eleganz aus. Ein Styling-Bekenntnis für modisches Selbstbewusstsein.
Frisurenmode für den Herbst und den Winter 2011/2012 - die Macher:
Das Modeteam des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks entwirft zweimal im Jahr die aktuellen Trends der Saison. Die Modelinien Frühjahr/Sommer und Herbst/Winter umfassen nicht allein innovative Frisurenideen, sondern auch trendsichere Make-up-Kreationen. Grundlage dafür ist ein ganzheitliches Konzept, das Kreativität und Pflege vereint. So werden Schönheit und Wohlbefinden in Einklang gebracht. Die Kreateure der aktuellen Mode: Anna-Maria Bannert, Beatrice Bergmann, Nicole Bielicki (Creative Director Kosmetik), Dominik Busch, Anne Gräf, Carina Grube, Ralf Henn, Mike Hoffmann, Susi Hoffmann, Klaus-Dieter Kaiser (Creative Director Herren), Nuray Özalp, Marcel Ritter, Christoph Schildmann, Antonio Weinitschke (Creative Director Damen) und Nico Wolfram. Die Gesamtleitung hat Art Director Franz-Josef Küveler.
